„Der Leopard ist ganz unzweifelhaft die vollendetste Katze auf dem Erdenrund.“
Alfred Brehm 1836
Von der Rettung der Leoparden im Kaukasus

Foto: Bejan Lortkipanidze and George Darchiashvili
April 2004
Der historisch erstmals in Georgien durch Fotografie dokumentierte freilebende Leopard. Wie kam es zu diesem Foto ?
Im Winter 2003 entdeckten die beiden Zoologen der Organisation NACRES, dem Georgischen Zentrum für bedrohte Arten, bei einem Routinerundgang im Vashlovani-Nationalpark im äußersten Südosten Georgiens an der aserbaidschanischen Grenze die Fährte einer großen Raubkatze.
Die Fußabdrücke waren bedeutend größer als die der
größten lebenden Wildkatzenart Georgiens, dem Luchs. Die Wissenschaftler
fertigten Gipsabdrücke der Fährte an und NACRES übersandte
diese dem anerkannten Wildkatzenspezialisten Dr. Lukarevski zur Untersuchung.
Die Reaktion Dr. Lukarevskis war eine Sensation: Ohne Zweifel wurden diese
Fußabdrücke
durch einen Leoparden verursacht. Im April 2004 installierte NACRES versteckte
Sensorkameras im Vashlovani- Nationalpark, wodurch nach kurzer Zeit Fotos
eines freien Leoparden aufgenommen werden konnten. Wie man in der Washington
Times lesen konnte hat
der Leopard in Vashlovani von den Wissenschaftler einen Namen bekommen: Noah
Vielen Dank an alle Unterstützer der wilden Leoparden im Kaukasus !
November 2004
Spuren des Leoparden wurden nach einer Mitteilung des WWF Deutschland während einer Expedition nun auch im russischen Teil des Kaukasus entdeckt. Hier der gesamte Artikel: http://www.wwf.de/presse/pressearchiv/artikel/02202/
März 2005
Aus Armenien gibt es vom März 2005 ein Foto von einem vermutlich trächtigen
Weibchen
http://www.kaukasus-reisen.de/Newsletter-wwf-caucasus3.pdf.
Beim WWF Deutschland gibt es ein übersichtliches Projektblatt:
http://www.wwf.de/imperia/md/content/projektblaetter/Projektblatt_Leopard_04_06.pdf
Das Projekt zur Rettung der Leoparden im Kaukasus benötigt dringend auch
kleine Spenden- schon mit 10 oder 15 Euro kann viel bewirkt werden. Wer diesen
Großkatzen helfen möchte, der kann dies über diesen Link beim
WWF Deutschland tun:
http://www.wwf.de/aktive-hilfe/spenden/spenden_leopard_kaukasus/
Bezeichnungen des Leoparden
alym (Abchasisch)
prang, palang, dikho (Afghanisch)
nimr (Arabisch)
anzariuts, indz, hovaz (Armenisch)
jiki (Georgisch)
namer (Hebräisch)
pling (Kurdisch)
palang (Farsi, Iran)
bars (Russisch)
pars, kaplan, panter (Türkisch)
koplon (Usbekisch)
Nachdem die Unterart des Leoparden seit 1967 im Gebiet des Kaukasus als ausgestorben galt, konnte nun in wissenschaftlichen Feldforschungen noch bestehendes Restvorkommen des Kaukasischen Leoparden von geschätzten 30 bis 40 Exemplaren in abgeschiedenen Regionen Armeniens, Aserbaidschans und in den chewsuretisch- tschetschenischen Grenzgebieten Chewsuretiens in Georgien nachgewiesen werden.
Nicht ganz sicher ist noch, ob es sich um Restbestände
der Unterart
Panthera pardus ciscaucasica oder um eingewanderte Exemplare der nordpersischen
Unterart Panthera pardus saxicolor handelt. Nähere Erläuterungen
zu dieser Frage von I. Khorozyan unter http://www.persianleopard.com/pdf/taxonomy.pdf
Der kaukasische Leopard ist die am stärksten gefährdete Tierart im Kaukasus-Öko-System. Spuren des Leoparden wurden in vom World Wild Life Fund initiierten Feldforschungen von Wissenschaftlerteams aus den drei südkaukasischen Ländern Aserbaidschan, Armenien und Georgien von August bis September 2001 in folgenden Gebieten nachgewiesen.
Die Anzahl der verbliebenen Exemplare im Südkaukasus wird wie folgt geschätzt:
In Armenien: 5-8, davon
Khosrov Naturschutzgebiet in Zentralarmenien: 2-3
Bargushat-Megri-Gebirge
in Südarmenien: 3-5
In Aserbaidschan: 10-12, davon
Talysh-Gebirge: 2-3
Ost-Nachitschewan Zangezur- Kette: 4-5
Im Grenzgebiet Armenien- Nachitschewan:
2-3
In der Konfliktzone Berg Karabach wird nach Angaben von
Jägern ein Restbestand von 5-7 Leoparden geschätzt.
In den unzugänglichen Bergregionen des Großen Kaukasus in Georgien, besonders in den Gegenden um den chewsuretischen Grenzfluß Assa werden Exemplare des kaukasischen Leoparden vermutet. Ein Nachweis soll in kommenden Expeditionen erbracht werden.
Zur Bedrohung der Leoparden
Neben der Wilderei durch einheimische Jäger in den Regionen und illegalem Holzeinschlag trägt vor allem die Bedrohung der Bestände der wichtigsten Beutetiere des Leoparden,Bezoarziege und Kaukasischer Steinbock, zu der akuten Gefährdung der Leoparden bei. Dringend notwendig ist die Aufklärung armenischer und aserbaidschanischer Grenztruppen, da sich die Rückzugsgebiete der Leoparden gerade auch in relativ dünn besiedelten, aber militärisch überwachten Arealen befinden. Auch die Nahrungskonkurrenz zu den stark zunehmenden Wolfspopulationen in den Verbreitungsgebieten des Leoparden muss in künftigen Studien anlaysiert werden.
Spenden
Helfen Sie mit bei der Rettung der letzten freilebenden
Leoparden im Kaukasus ! Sie können dem Projekt unter Leitung des WWF
schon mit einer wichtigen Spende ab 15,- Euro entscheidend bei der Umsetzung
der vordringlichsten Rettungsmaßnahmen zur Erhaltung der Unterart
Panthera pardus ciscaucasica im Armenisch- Aserbaidschanischen Grenzgebiet
und in den Bergregionen Chewsuretiens in Georgien helfen.
15 Euro kostet ein Satz Landkarten, den
ein Ranger für seine Touren in den Bergen braucht.
25 Euro reichen aus, um einen Ranger
für seine Aufgaben zum Schutz der Leoparden regelmäßig zu schulen.
30 Euro kostet ein Experte, der beurteilt,
ob Bauern zu Recht Kompensation als Entschädigung für von Leoparden
gerissene Schafe erhalten.
Wer diesen
Großkatzen helfen möchte, der kann dies über diesen Link beim
WWF Deutschland tun:
http://www.wwf.de/aktive-hilfe/spenden/spenden_leopard_kaukasus/
Interessant ist für Sie: Ihre Spende ist als Sonderausgabe steuerlich abzugsfähig. Sie erhalten etwa acht Wochen nach Jahresende vom WWF eine Quittung über alle in diesem Jahr gespendeten Beträge.
Vor nicht langer Zeit lebte in der Kaukasusregion auch der Kaspische Tiger
(Panthera Tigris Virgata), der möglicherweise leider wirklich ausgestorben
sein könnte. Die letzten Exemplare wurden vor nicht langer Zeit gesichtet,
in den 50er und nach anderen Quellen sogar bis in die 70er Jahre.
Einige Tierschützer suchen verzweifelt nach den geringsten Lebenszeichen
des ausgestorbenen Kaspischen Tigers. Nur abgeschiedenste Regionender Türkei,
Turkmenistans und Afghanistans machen noch ein Fünkchen Hoffnung auf bisher
nicht entdeckte Restbestände. So soll ein Projekt 2005 gestartet werden,
das untersucht, ob möglicherweise noch Bestände des Kaspischen Tigers
in der Osttürkei überlebt haben. Siehe den Artikel bei Wikipedia: Caspian
Tiger rediscovered in Turkey?
Eine exzellente Zusammenfassung zum Kaspischen Tiger gibt es unter:
http://www.lairweb.org.nz/tiger/caspian.html
Links
Emerald Network Pilot Project in Georgia
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